Schule
VS8 Wels Vogelweide
Klasse
4b
Klassenlehrerin
Melanie Riedler
Adresse
4600 Wels
Dr. Breitwieserstr.1
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Der mutige Ü

Es war ein regnerischer Tag, keiner, an dem Ü gerne im Freien spielte. Deshalb beschloss er seine Wohnhöhle aufzuräumen, allerhöchste Zeit dafür!

Er begann damit in der hintersten Ecke, bei der Truhe seines Onkels. Lange hatte er sie nicht mehr geöffnet, sie war ziemlich verstaubt. Aber was war denn das? Ganz oben lag ein dickes, altes Buch- „Flugzauber“ war am Deckel zu lesen. Vorsichtig öffnete Ü das Buch. Heraus flatterte ein Zettel, auf dem stand: „Sprich es aus-lass’ mich heraus!“

Als Ü den Zettel gelesen hatte, begann um ihn herum ein seltsames Summen und Sausen. Eine weiße Nebelwolke stieg aus dem Buch und in ihrer Mitte sah Ü einen anderen Drachen, der ihm selbst ziemlich ähnlich sah. Ü erschrak fürchterlich, er flüchtete zitternd unter das Sofa.
„Danke, mein Junge“, sagte der Wolkendrache. „Fürchte dich nicht! Ich bin dein Onkel Ü-BÜ und dein Lesen half mir aus meiner Verbannung- aber um ganz frei zu werden, musst du noch etwas für mich tun. Du musst vom Feuerberg den magischen Leseschlüssel holen. Damit bekomme ich mein Drachenleben zurück. Bitte, hilf mir.“ Immer schwächer wurde Onkel Ü-BÜ’s Stimme, bis sie schließlich verstummte. Was sollte Ü tun? Aber seine Neugier besiegte seine Angst.

Den Feuerberg kannte er und am nächsten Morgen- das Wetter war jetzt besser- beschloss er, dorthin zu fliegen.

Von seinen Lesefreunden hatte er noch ziemlich viel Flugkraft übrig. So flog er eilig los, höher und höher. Die Landung am Feuerberg war gar nicht so einfach, weil er genau zwischen den gefährlichen Feuerzungen herunterkommen musste. Aber Ü schaffte es. Nun musste er noch den Schlüssel suchen. Lange irrte er herum und als er schon völlig erschöpft und mutlos aufgeben wollte, sah er plötzlich den Nebelwolkendrachen wieder. Er schwebte über einem Stein- und verschwand.

Ü schleppte sich mit letzter Kraft hin und- tatsächlich! Darunter lag der Schüssel. Mit seinen allerletzten Flugkräften, den Schlüssel fest in der Kralle haltend, erreichte er seine Höhle.

Er schlief nun einen ganzen Tag und eine ganze Nacht, den Schlüssel hielt er dabei fest umklammert. Als er aufwachte, stapfte er zum Zauberbuch, steckte den Schlüssel vorsichtig in den Spalt, den er am Deckel entdeckt hatte und- blitzend knallend und rauchend stand vor ihm sein Onkel Ü-BÜ.

Glücklich umarmten sich die beiden Drachen. Ü-BÜ erzählte Ü, dass er vor einiger Zeit mit dem Buchstabenzauber der Hexe Örgö- in das Buch verbannt worden war. Nur der Lesezauberspruch, der Schlüssel und Ü’s Mut hatten ihn befreit.