Schule
VS8 Wels Vogelweide
Klasse
3b
Klassenlehrerin
Tina Hatzmann
Adresse
4600 Wels
Dr. Breitwieserstr.1
  • Ü, der Held Bild
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Ü, der Held

An einem schönen Nachmittag ging der Ü-Drache in die Bibliothek und holte sich ein Buch über Berge, weil er schon immer eine Bergreise machen wollte. Er sagte zu sich selbst: "Ich liebe Berge!"
In diesem Moment sprach das Buch: "Komm doch herein!"
Plötzlich war er in der Schweiz. Er sah Bergziegen, Gämsen, ein Murmeltier schöne Blumen und ein Dorf mit vielen Menschen. Die Dorfbewohner sahen den großen Drachen, bekamen Angst und versteckten sich.
Ü flog weiter zu den hohen Bergen. Er flog so hoch, dass ihm schwindelig wurde. Dort traf er einen Bergsteiger. Der erschrak, als er Ü sah. Der Bergsteiger zitterte und fragte verängstigt: "Wer bist du?" "Du brauchst keine Angst haben! Ich bin der Ü-Drache und komme aus der Bibliothek. Ich tu dir nichts, denn ich bin ein netter Drache", antwortete Ü freundlich. Der Bergsteiger stotterte: " Du, du, du kannst reden?" vor lauter Aufregung bekam er keine Luft mehr und stürzte ab.
"Hilfe, Hilfe!", schrie der Bergsteiger. Ü dachte nicht lange nach und flog dem armen Mann schnell hinterher. Sanft konnte der Bergsteiger dann auf seinem Rücken landen. Ü rettete ihn in letzter Sekunde und flüsterte beruhigend: "Keine Angst, ich habe dich!"
Danach brachte Ü den Mann sicher ins Tal. Der Bergsteiger bedankte sich sehr herzlich. Ü wurde ganz verlegen.
Als Ü weiterfliegen wollte, sah er, dass viele Menschen auf ihn zustürmten. Ü wurde nervös, weil Menschen nicht gut auf Drachen zu sprechen sind. Doch die Menschen riefen: "Du bist unser Held! Du hast Sepp gerettet! Lasst uns diese Heldentat feiern!" Dem Drachen wurde ganz warm ums Herz und seine Schuppen leuchteten im schönsten Rot.
Es war ein lustiger Abend und Ü war zum ersten Mal richtig stolz auf sich.
Obwohl es gemütlich war, fühlte sich Ü als einziger Drache einsam unter den vielen Menschen. Er verabschiedete sich und flog weiter.
Auf einmal kam ein heftiger Sturm. Es regnete, blitzte und donnerte. Ü bekam Angst. Er zitterte und verlor die Kontrolle über sich. der Regen prasselte so stark auf seine Flügel ein, dass er sie nicht mehr bewegen konnte. Der heftige Sturm riss ihn wie ein Blatt im Wind herum, bis er schließlich mit dem Rücken voran in ein Tal stürzte. Bewusstlos lag er am Boden. Die Menschen im Dorf hatten Üs Flug und Absturz beobachtet. Schnell machten sie sich auf den Weg um Ü zu suchen. Sie fanden ihn in der Nähe des Zauberbaches und brachten ihm frisches Wasser. Durch die Zauberkraft des Wassers kam er wieder zu sich. Dennoch fühlte er sich kraftlos und hatte große Schmerzen. "Habt ihr ein Buch, das ihr mir vorlesen könnt, damit es mir wieder besser geht und ich wieder fliegen kann?", rief Ü mit schmerzerfüllter Stimme.
Die Kinder lasen ihm ein Buch vor und er kam wieder zu Kräften. "Danke für die Rettung! Menschen und Drachen können DOCH gut aufeinander aufpassen! Jetzt sind wir quitt!", rief er und setzte seine Heimreise fort.
Nachdem er viele Berge und Täler überflogen hatte, sah er eine Schule, die ihm irgendwie bekannt vorkam. Neugierig ging er hinein. Erstaunt sah er viele andere Ü-Drachen. Ein Ü-Junge rief: "Hi Ü, wie war die Reise?" Ü war verwundert, denn er hatte den Jungen noch nie zuvor gesehen. Doch der Junge nahm ihn an der Hand und brachte ihn in die Schulbibliothek. Ü erstarrte. Er sah sich selbst mit einem Buch lesend in der Bibliothek sitzen.
Der lesende Ü schlug das Buch zu und eine Frauenstimme rief: " Ü komm her! Ich warte schon so lange!" Da wusste Ü, dass er seine spannende Reise in seinem Kopf gemacht hatte!