Schule
VS St. Radegund
Klasse
4.
Klassenlehrerin
Johanna Eckart
Adresse
8061 St. Radegund
Kalvarienbergstraße 15
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Der Drache Ü´fliegt in die weite Welt

Der Drache Ü fliegt in die weite Welt……

Es war einmal vor langer Zeit ein kleiner Drache namens Ü. Jedoch konnte er nur fliegen, wenn ihm jemand Geschichten vorlas, denn der kleine Drache Ü liebte Geschichten und Vorlesen über alles.
Umso mehr Kinder lesen, umso höher kann der Lesedrache Ü fliegen! Schon im vorigen Schuljahr war Ü ganz glücklich, weil unsere Schülerinnen und Schüler so viele Bücher mit Freude und mit Unterstützung von Lesepaten – Eltern oder Geschwister - gelesen haben.
Als der Lesedrache Ü eines Morgens in seiner Bibliothek aufwachte, sagte er gähnend:
„Üch möchte einmal raus aus düser staubügen Büblüothek. Üch möchte dü weite Welt erkunden.“
Weil die Kinder der VS St. Radegund heuer auch schon so viele Bücher gelesen haben, kann der Lesedrache Ü nun ganz hoch und vor allem auch weit fliegen.
Ü flog über St. Radegund hinaus in die ganze Steiermark. Als er von oben die vielen Hügel, Berge und Wälder sah, rief er ganz entzückt: „Welch schönes Land! Noch schöner, als es in den Büchern beschrieben ist!“
Seinen Flug über Österreich begann der kleine Lesedrache in Wien. Vom Riesenrad aus sah der die große Stadt. „So a Ringlgspül….“, sang Ü voll Übermut. Danach überflog er einen großen Strom, die Donau. „Juchu, Donau so blau, so blau, so blau……..“. Über Salzburg und Tirol kam er in die Schweiz. „Ich fliege so gerne. Es macht mir riesengroßen Spaß!“
Da Ü schon sehr müde war und die Flügel ihm wehtaten, machte er eine Pause auf einem Moos bewachsenen Felsen. Dort schlief er sofort erschöpft ein.
Mitten in der Nacht wurde er von einem Flüstern geweckt.
„Wer ist denn das?“
„Der schaut ja aus wie wir?“
Ü sprang auf und rief: „Wie schön! Ihr seht ja aus wie ich! Seid ihr auch Lesedrachen?“
„Lesedröche Ö öst mein Nöme!“, stellte sich der eine Drache vor.
Der andere verbeugte sich: „Und äch bän Ä, auch ein Lesedräche!“
„Wo kommst du her?“, wandte sich Lesedrache Ö an Lesedrachen Ü. „Ich komme aus St. Radegund. Dort lesen die Kinder jeden Tag, darum habe ich soviel Kraft zum Fliegen. Ich will nämlich die ganze Welt erkunden!“
„Das ist eine Superidee!“, schrie Lesedrache Ä.
„Und noch etwas muss ich euch sagen: Die Kinder in St. Radegund können nicht nur ausgezeichnet lesen, sie können auch sehr gut singen!“, verriet Lesedrache Ü voll Stolz.
„Das bringt mich auf eine Idee! Wir gründen eine Band und werden die Kinder bei ihrem Gesang unterstützen! Ich kann nämlich Querflöte spielen!“, rief Ö. „Ich bin Gitarrist!“, ergänzte Ä. „Und ich spiele Geige!“, erklärte Ü.
„Auf unserer Weltreise könnten wir gleich üben!“, schlug Ü vor.
„Abgemacht! Aber jetzt los! Zuerst fliegen wir nach Paris. Ich möchte den Eiffelturm aus nächster Nähe sehen!“, meinte Ä voll Begeisterung.
Die drei Lesedrachen Ä, Ö und Ü flogen nach Paris. Ihren Hunger stillten sie dort mit einem knusprigen Baguette.
Weiter ging die Reise über den großen Ozean nach New York. „Die arme Freiheitsstatue! Wieso bist du so starr? Du musst immer dort stehen. Wir können fliegen! Auf nach Südamerika!“, riefen die drei Lesedrachen voll Übermut.
In Brasilien machten sie eine Zwischenlandung im Regenwald. „So schöne Bäume! Ich verstehe nicht, dass die Menschen diese unbedingt abholzen wollen!“, jammerte Ä. „Du, aus Brasilien ist unser Daniel, der inzwischen auch schon gut auf Deutsch lesen kann!“, berichtete Ü.
Weiter ging die Reise nach Afrika. Als sie dort probten, kam ein ganzes Rudel Löwen daher und hörte ihnen andächtig zu. „In the jungle, the migthy jungle….“, sangen alle drei Lesedrachen. „Das geht ja schon wunderbar!“, bemerkte Ö ganz fasziniert.
„Wir haben nicht mehr viel Zeit! Brechen wir auf nach Australien!“, forderte Ü die anderen Lesedrachen auf. Angekommen in Australien wurden sie von vielen neugierigen Kängurus umringt. „Warum tragt ihr eure Einkaufstaschen am Bauch?“, fragte Ä neugierig. „Sollen wir euch etwas vorsingen?“, fragte Ö. Die Kängurus nickten. „Halt das Känguru fest boy, halt das…..“. Die Kängurus waren begeistert, hüpften und applaudierten.
Auf einmal spazierten zwei Gestalten daher, die hinter den Kängurus gestanden sind.
„Wir haben gehört, dass ihr Lesedrachen seid!“, rief die eine Gestalt.
„Wir finden das so lustig! Drachen, die gerne lesen!“, lachte die andere.
„Wir lesen nicht nur gerne, wir lassen uns auch gerne vorlesen!“, erklärte Ä.
„Aber wer seid denn ihr?“, fragte Ö neugierig.
„Wir heißen EI und EU! Wir sind zwar keine Drachen, aber Lesen finden wir spannend und wunderbar!“
„Dürfen wir euch begleiten?“, fragte EU.
„Natürlich dürft ihr mitkommen!“, schrie Ü.
„Auf nach China! Ich will noch die chinesische Mauer sehen!“, sagte Ä.
Angekommen in China war die nächste Probe fällig. „Drä Chänesen mät dä Känträbäss, sößen öf dö Ströße ünd erzühlten süch wüß. Dei keimmt dei Peilizei, jeu weus eus deunn deus? Drü Chünüsün müt dü Küntrübüs.
Nun flogen die drei Lesedrachen wieder zurück nach Europa. In Spanien machten sie nochmals Zwischenstation. Sie probten einen Flamenco. Die begeisterten Spanier riefen: “Hasta pronto!“ Das heißt soviel wie „Bis bald!“
Da läutete auf einmal das Handy von Ü: „Ja, Lesedrache Ü! Ah!..... Ja, natürlich!.......Schön!.... Selbstverständlich! ...Gerne machen wir das. Wir sind schon auf dem Heimweg!“
Die beiden anderen Drachen fragten neugierig: „Wer war das? Was machen wir selbstverständlich und gerne!“
„Stellt euch vor!“, erklärte Lesedrache Ü, „der Herr Bürgermeister von St. Radegund hat mich angerufen. Er hat gehört, dass wir die Band ÄÖÜ gegründet haben. In den Nachrichten wurde berichtet, dass wir auf der ganzen Welt schon bekannt sind. Er braucht uns unbedingt zur Eröffnung des neu renovierten Kurhauses!“
„Ja, aber das ist ja schon am Sonntag!“, schrie Ä ganz entsetzt.
„Ja und? Dann müssen wir morgen halt noch fleißig proben!“, beruhigte Ü. „Auf, zurück in die Steiermark nach St. Radegund!“