Schule
VS Mautern
Klasse
3b
Klassenlehrerin
Sonja Ugbodu
Adresse
3512 Mautern
Schulgasse 2
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Das war zum Fürchten!

Wieder einmal war Ü langweilig. Deshalb half er der Bibliothekarin Ida, die Bücher abzustauben. Plötzlich bemerkte Ü ein uraltes Buch, das er noch nie zuvor gesehen hatte. Es war ein Sachbuch mit dem Titel: „Alles, was man über Geister wissen muss.“ Das wollte sich Ü unbedingt vorlesen lassen. Behutsam zog er es aus dem Regal. Plötzlich sah er, dass sich neben ihm ein Geheimgang zwischen den Bücherreihen geöffnet hatte. Neugierig, aber vorsichtig lief Ü die Treppe hinunter bis zu einer schwarzen Eisentüre, die mit Totenkopfgriffen zu öffnen war. Zittrig schob er eine Pfote in ein Gebiss und er erfühlte einen Knopf. Nun war er in der Finsternis gefangen. Jetzt wusste er, ein spannendes Abenteuer stand ihm bevor.
Knarrend öffnete sich das Eisentor, eine glitschig, grüne Pflanze umschlang seine Beine und zog ihn rasch mit sich. Nach einer wilden Fahrt durch einen Tunnel war Ü auf einer dunklen, nebligen Wiese gelandet, die zu einem düsteren Schloss gehörte. Hier fühlte sich Ü beobachtet. Vor, hinter und neben ihm begann es sich zu bewegen. Baumriesen schwankten auf ihn zu, Skelette krochen aus der Erde und Zombies kamen aus dem Wald. Starr vor Schreck riss er die Augen weit auf. Zu allem Unglück hatte er keine Geschichtenpower mehr und konnte nicht davonfliegen! Nach einigen langen Sekunden konnte er endlich wegrennen. Als er nach ein paar Runden um das Schloss nicht mehr konnte, sprang er in den Teich. Da packte ihn etwas am Schwanz. Es war Nessie. Sie zog Ü mit in die Tiefe. Ü verlor das Bewusstsein. Nessie schwamm zu ihrer Höhle, schleifte Ü durch einen Tunnel und schleuderte ihn vor die Füße ihres Königs. Dieser war noch jung. Eine Mumie, erst 200 Jahre alt und sie hatte eine Krone am Kopf, ganz aus Silber, um die sich zwei grüne Mambas mit funkelnden, roten Augen schlängelten. Der König befahl: „Werft diesen blassgrünen Eindringling in den Kerker!“
Dort traf Ü in einer dunklen Ecke einen alten Bekannten. Grausegnom war auch schon lange dort. Er hatte schon begonnen, einen Fluchttunnel zu graben. Über den Eingang hatte er seine Schlafmatratze gelegt. Leider kam er allein nicht weiter, denn er war auf eine große, schwere Steinplatte gestoßen. Grausegnom bat Ü: „Hilf mir bitte die Steinplatte wegzuschieben, dahinter ist, glaube ich, ein Ausgang!“ Ü half natürlich sofort. Nach vielem Ruckeln konnten sie die Platte zur Seite schieben und sahen – keinen Ausgang – sondern eine schmale Leiter, die zu einer kleinen Kammer voller alter, verstaubter Bücher führte. Plötzlich hörten sie eine Stimme, aber niemand war zu sehen. Die Stimme meinte: „Fürchtet euch nicht, ich bin ein Geist und schon viele Jahre hier eingesperrt.“ Da erschien der Geist hinter einem Bücherregal. Grausegnom zuckte hinter Ü zusammen. Vor Schreck und weil er schon ganz ausgehungert war, fraß er fast die ganze, geheime Bücherei leer. Als der Geist und Ü das bemerkten, waren sie entsetzt. Ü rief verzweifelt: „Büst dü vürrückt! Dü Bücher hütten ünsere Rüttüung sün künnen!“ Als Grausegnom den Mund öffnete, um etwas zu erwidern, plapperte er alles aus, was er gefressen hatte. Dabei hörten sie: 10 dag Butter mit 2 Eiern verrühren, und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch, das Ergebnis einer Addition ist, eine Katze hat neun Leben…….und…… ene, meine, büh, lesen kann der Ü!
Da merkte Ü, dass er die Titel der übrig gebliebenen Bücher lesen konnte. Er freute sich: „Jüpüü!“ Sofort vertiefte er sich in die restlichen Bücher und konnte danach endlich wieder fliegen! Aufgekratzt und voller Kraft packte Ü Grausegnom an den Schultern und floh mit ihm aus dem Kerker, zurück zum Geheimgang und nach Hause zu Ida in die Bücherei. Der Geist folgte ihnen, denn er wollte nicht alleine bleiben.
Ida freute sich, dass Ü wieder da war und Gäste mitgebracht hatte. Sie servierte Kakao und Kekse und ließ sich das Abenteuer haargenau erzählen.