Schule
VS Bruck
Klasse
3. Klasse
Klassenlehrerin
Ursula Gföllner
Adresse
4722 Bruck-Waasen
Bruck 40

Abenteuer im Dschungel

Ü Lernt fliegen
Er will nur weg, ganz weit weg. Er steigt hoch hinauf. Dann kommt ein starker Windstoß und bläst ihn immer weiter. Plötzlich findet er sich über einem Dschungel.
Dort trifft er seinen Freund Elias, einen Affen. Den hat er schon oft im Dschungelbuch gesehen. Der Affe sagt zu Ü: „ Kennen wir uns nicht?“
„Jü, wo kümmst dü denn hür?“
„Bist du nicht Ü aus der Bücherei?“, will Elias wissen.
Er fragt: „Willst du mit mir essen? Es gibt leckeren Bananenbraten und auch Bananensaft habe ich! Morgen gibt es beim Teich einen Schwimmwettbewerb, da triffst du das Nilpferd Tschirkan und seine Frau Anna, vielleicht auch meinen Cousin Niklas.“
Ü überlegt: „Fliegen kann ich gut, aber schwimmen? – Ich probier´s einfach!“
„Der Schiedsrichter ist der dicke Elefant Babu“, verrät Elias.
„Jetzt machen wir uns aber schnell auf den Weg zu meiner Hütte, es ist schon spät“, drängt Elias.
„Jü, gürne“, ist Ü begeistert.
In der Affenhütte steht schon der köstliche Bananenbraten am Tisch. Elias Frau Daniele hat ihn schon vorbereitet.
„In der Nacht ist es hier sehr gefährlich, es kommen oft Aasgeier angeflogen und entführen Dschungelbewohner“, warnt Elias. „Wir müssen Türen und Fenster fest schließen!“
Bald nachdem sie das Abendessen beendet haben, gehen sie schlafen.
Plötzlich hört Ü ein lautes Kreischen hinter der Hütte. Neugierig öffnet er das Fenster und schaut hinaus. Zuerst kann er in der finsteren Nacht nichts erkennen. In einiger Entfernung streift ein Nebelpanda umher. Er bewegt sich ganz leise vorwärts und ist in der Dunkelheit fast nicht zu erkennen.
In dem Moment kommen von der anderen Seite die Geier und packen Ü mit ihren scharfen Krallen beim Hals und bei den Beinen.
Ü schreit laut: „Hülfe, hülfe!“
Davon werden Elias und Daniela wach. Sie gucken aus dem Fenster und sehen im Mondlicht Ü und seine Entführer. Die sind bereits am Weg zu ihrem geheimen Bau.
Dort brütet die Geiermutter gerade die nächste Generation aus ihren Eiern aus.
„Wen habt ihr denn hier mitgebracht? Macht nicht solchen Lärm!“, schimpft sie.
Ü hat eine Idee:
Er holt tief Luft und versucht einen Feuerstrahl zu speien. Erst will es nicht gelingen. Er versucht es noch viermal und ist schon ganz verzweifelt.
Aber da, beim fünften Versuch kommt ein riesiger Feuerstrahl aus seinem Rachen und trifft die Geier. Sie sehen sofort aus wie nackte Hühner. Vor Schreck können sie sich einen Moment lang nicht bewegen.
Diese Chance nützt Ü: Zuerst zerstört er die Eier im Nest und dann ergreift er die Flucht.
Schnell will er zurück zu Elias Hütte.
Wie er mit der Liane vom Geierbau wegschwingen will, prallt er gegen ein Hindernis. Elias hängt an einem Baum und Ü ist gegen seinen Bauch geprallt.
„Schnell komm, wir müssen uns vor dem großen Schwimmen noch etwas ausruhen, die Sonne geht bald auf!“, drängt Elias.
Gleich nach Sonnenaufgang machen sie sich auf den Weg zum großen Teich. Dort sind schon viele Zuschauer zu sehen. Auch die Gegner haben sich hier versammelt.
Kuga, das große Krokodil, wird von allen besonders gefürchtet.
Der dicke Elefant Balu gibt das Startzeichen: „Drei, zwei, eins – los!“
Nach dem Schuss springen alle ins Wasser. Ü hat einen schlechten Start. Bald ist er aber der Echse, die in Führung liegt, dicht auf den Fersen. Es wird ein Kopf an Kopf Rennen zwischen der Eidechse und Ü. Auf den letzten Metern will die Eidechse Ü zur Seite drängen, aber dabei geht sie unter.
So gewinnt Ü und erhält den Klingenpokal. Stolz präsentiert er ihn seinem Freund Elias.
Dann aber bekommt er Heimweh. Er verabschiedet sich von seinen Freunden und fliegt langsam zurück zur Bücherei. Alle winken ihm nach.
In der Bücherei schreibt Ü seine Erlebnisse auf und alle Kinder lesen die Geschichte begeistert.

Geschrieben von 3 Kindern der 3. Klasse der VS Bruck-Waasen:
Marcel, Julian, Nikolai