Schule
Volksschule 7 Villach Landskron
Klasse
2.b Klasse
Klassenlehrer
Dieter Jocham
Adresse
9523 Villach Landskron
Landskroner Siedlerstraße 10

Das verzauberte Leseland

Eines Tages war Ü wieder in der Bücherei unterwegs. Plötzlich hörte er ein seltsames Geräusch, ein Knistern und Knastern, ein Blättern, ein Flattern, ein Murmeln. Ü sah sich um und entdeckte in einer Ecke des Raumes ein fliegendes Buch. Es war knallrot und bewegte seine Umschläge schnell hin und her. Und es begann zu sprechen: „So ein Unglück, so ein Unglück….“ Erstaunt fragte Ü: „Wer büst denn du und was üst passürt?“ Als das Buch Ü erblickte, erschreckte es sich so, dass es vergaß zu flattern und zu Boden stürzte. Nachdem es sich wieder beruhigt hatte, antwortete es: „Mein Name ist Jonas, das Zauberbuch und ich brauche Hilfe! Im Leseland ist etwas Schreckliches passiert!“ Ü fragte: „Was üst das Leseland und was üst passürt?“ Und Jonas begann seine Geschichte zu erzählen. Das Leseland ist ein besonderer Ort, an dem es ganz viele Bücher gibt und die Kinder aus der ganzen Welt kommen, um sie zu lesen. Alles dreht sich in diesem Land um Sätze, Wörter und Buchstaben. Sogar auf den Bäumen wachsen Buchstaben. Alles war in Ordnung, bis eines Tages der böse Zauberer „Zamplius“ eine unsichtbare Mauer um das Leseland errichtete, weil er nicht mehr wollte, dass die Kinder lesen und sich freuten- und besonders mochte er nicht, dass sie klüger wurden. Aber in Wirklichkeit war er nur ein verbitterter, unglücklicher Mann, der selbst nicht lesen konnte und deshalb wollte, dass niemand anderes Bücher lesen sollte. „Wü kann üch dabei helfen?“, fragte Ü. „Nun, der Schlüssel, der die Mauer wieder verschwinden lässt, befindet sich in einer Höhle im Inneren eines Vulkanes. Wir haben herausgefunden, wo dieser Vulkan liegt, aber wir brauchen jemanden, dem das Feuer nichts ausmacht, um den Schlüssel herauszuholen. Deshalb sind einige Zauberbücher unterwegs, um Drachen zu suchen, die uns helfen können. Und ich bin eines davon.“ „Aber jemand musst mür Geschüchten erzählen, sonst kann üch ja nücht flügen.“ Jonas antwortete: „Dafür bin ich ja da. Die Zeit drängt, wir müssen so schnell wie möglich los.“
Die beiden machten sich auf die Reise. Sie waren 4 Tage unterwegs und erreichten endlich den Vulkan. Neben dem Vulkan entdeckten sie eine kleine Hütte. Dort konnten sie auch einen großen und einen kleinen Käfig erspähen, in dem sich ein Drachenmädchen und ein kleines Zauberbuch befanden. Das Drachenmächen schrie: „Hölfe, hölfe, so hölft uns doch!“ In diesem Moment wurde den beiden klar, dass es sehr gefährlich werden konnte, denn in diesem Haus wohnte niemand anderes als der Zauberer „Zamplius“, der gerade aus seinem Fenster schaute. Er lief schnell aus dem Haus und schoss mit seinem Zauberstab Blitze auf die beiden. Ü wich geschickt aus, aber das Zauberbuch wurde getroffen. Jonas trudelte zu Boden und landete mit einem kräftigen Knall auf dem Kopf des Zauberers, der umfiel und ohnmächtig liegen blieb. So konnten die Gefangenen befreit werden und die Freunde steckten den Zauberer in den Käfig. Als nächstes flogen sie zum Vulkan und suchten den Schlüssel, den sie auch bald fanden. Anschließend machten sie sich schnell auf den Weg ins Leseland, schlossen das Tor auf und beendeten den Zauber. Ü freundete sich mit dem Drachenmädchen, das übrigens „Ö“ hieß, an. Die beiden verliebten sich in einander und lebten gemeinsam in der Bücherei. Sie bekamen 5 Kinder: A, E, I, O und U. Im Leseland konnten wieder alle Kinder lesen und die Zauberbücher freuten sich darüber sehr. Und der Zauberer „Zamplius“ erwachte aus seiner Ohnmacht, lernte lesen und schrieb später selber Bücher.