Schule
VS Krems-Rehberg
Klasse
3. Klasse
Klassenlehrerin
Christa Sternecker
Adresse
3500 Krems
Rehberger Hauptstr. 73

Ü als Umweltdetektiv


An einem langweiligen Montagmorgen hielt es Ü in den Räumen der Bibliothek nicht mehr aus. Er wollte etwas Erleben und so flog er geradewegs durch den Kamin ins Freie. Als er draußen angekommen war, schüttelte er sich kräftig den schwarzen Staub von seinen Schuppen. Im gleichen Augenblick entdeckte er in der Nähe zwei Kinder, die vor ihrer Schule zu einer Müllinsel unterwegs waren. Joe wollte gerade einen Filzstift in den Glasmüllbehälter werfen, als plötzlich eine Stimme aus der Ferne ertönte: „ Achtung! Falscher Container! Du musst den Müll richtig trennen!“ Auf einmal rief Susi aufgeregt dazwischen: „ Wer bist du denn? Du siehst aber sehr seltsam aus!“ „Üch bün der Geschüchtendrache Ü und mür üst sooo fad, könnt ühr mür nücht helfen!“, bat er die Kinder. Plötzlich entdeckte Susi etwas am Boden liegen und sie sagte: „ Der Müllmann hat beim Weggehen etwas liegen lassen!“ Ü fragte:“ Was üst das für eine komüsche alte Flasche? Üst da was drinnen?“ Joe zerrte an der Flasche und siehe da, es entwich ein eigenartiges Männchen mit einem blitzblauen Anzug. Es bedankte sich fürs Helfen und stellte sich bei ihnen höflich vor: „Ich bin Tobi, der Flaschengeist aus Glass City.“ Schnell zog er einen glänzenden Stein aus seiner Tasche. Ü war neugierig und fragte: „ Was üst das?“ „Das ist ein Wunschdiamant! Ihr könnt mit mir eine Reise machen!“, antwortete er. Sie schlossen die Augen und „potzblitz“, da waren sie auch schon in einer Stadt, aber in was für einer. Ü fauchte ängstlich: „Wo sünd wür? Nürgendwo sünd Pflanzen und Türe zu sehen und es üst so düster?“ „Wir sind in Faul City, da haben die Menschen verlernt, mit ihrer Umwelt sorgfältig umzugehen!“, erklärte ihnen Tobi. In den Straßen lagen Müllberge und der Geruch war nicht auszuhalten.Durch die Müllberge sah man auch keine Sonne mehr! Den Kindern und Ü wurde es schon ein wenig unheimlich. Tobi beruhigte alle drei und er erklärte ihnen, dass es diese Stadt noch nicht gibt, aber wenn die Menschen ihren Müll nicht richtig entsorgen, könnte es schon sein, dass sie einmal in ihrem eigenen Müll ersticken werden. Ü schrie laut: „Füü…rchterlich, üch wüll weg von hür!“ Geschwind schlossen sie wieder ihre Augen und „potzblitz“, da standen sie in einer regenbogenbunten, sauberen Stadt. „Das ist mein Zuhause meine Lieben“, verkündete Tobi stolz. Ü drehte sich und machte vor lauter Freude Saltos in der Luft. Sie waren erstaunt, da es hier keinen Müll zu finden gab. „Es gibt hier auch Müll, aber die Einwohner von Glass City haben herausgefunden, wie toll Glasflaschen sein können. Sie sammeln sie und machen wieder neue Flaschen daraus“, erklärte ihnen Tobi. „Wow, das üst ja echt cool!“ sagte Ü überrascht. „Das müssen auch bei uns die Erwachsenen tun, dann gibt es auch bei uns in Zukunft keine Faul City“, rief Susi. Tobi machte ihnen einen Vorschlag: „Ihr seid ab jetzt die Umweltdetektive eurer Stadt und ihr passt gut auf, dass die Leute bei euch den Müll auch richtig trennen!“ Sie freuten sich über ihren neuen Job. Wehmütig verabschiedeten sie sich von Tobi. Sie schlossen die Augen und „potzblitz“ waren sie auch schon wieder bei ihrer Schule. Auch Ü war traurig zurückfliegen zu müssen, aber er versprach den Kindern, dass er sie bald wieder besuchen würde. Rasch schwang er sich hoch und rief: „Tschüüüs, büs bald, lübe Künder, es war toll müt euch!“ Susi und Joe erzählten zuhause alles ihren Eltern und wenn sie nicht gestorben sind, dann trennen sie noch heute!!!