Schule
VS Krems-Rehberg
Klasse
4. Klasse
Klassenlehrerin
Brigitta Brandstetter
Adresse
3500 Krems
Rehberger Hauptstr. 73

Der Geschichtendrache Ü auf Besuch in Rehberg

„Üda, wo büst du? Kannst du mür eine Geschüchte vorlesen?
Mür üst sooo langweilüg“, rief Ü durch die ganze Bibliothek.
Leider konnte er Ida nirgends finden.
Plötzlich stieß er unabsichtlich mit dem Schwanz gegen ein Regal.
Dabei fiel ein Buch zu Boden.
Neugierig blickte er auf den Einband und entdeckte ein seltsames Wappen. Eine Burgmauer und ein Reh waren darauf zu sehen.
Nun war Schluss mit Langeweile. Sofort öffnete Ü das Buch
und da geschah es. Plötzlich erschien ein Portal und Ü ging aufgeregt hinein. Schwuppdiwupp, so schnell konnte er gar nicht schauen, landete er auf der Ruine Rehberg.
„Huü, üst es hür schön!“, rief Ü, entzückt über die schöne Aussicht.
Als er sich umschaute, sah er ganz viele Menschen um einen großen interessanten Baum sitzen und stehen.
Neugierig flog er näher und gelangte auf den Rechpergplatz.
Nun sah der Baum noch riesiger aus und bunte Bänder in Rot, Weiß, Blau und Gelb hingen herab. Kinder kletterten hinauf und schnappten sich leckere Würste, die auf einem Kranz befestigt waren.
Das erschien Ü sehr merkwürdig. So etwas hatte er noch nie gesehen.
Da begann auf einmal die Musikkapelle neben ihm zu spielen. Ü erschrak. Das war laut. „So ein Ünstrument möchte üch auch einmal spülen“,
dachte Ü, „das klüngt schön!“
Gesagt – getan! Schon hatte Ü eine Trompete in der Hand und blies hinein. Das klang scheußlich.
„Wer spielt hier so falsche Töne?“, fragten sich die Musiker
und blickten einander fragend an.
Allmählich bekam Ü Hunger. Überall roch es nach köstlichen Bratwürsten. „So eines wüll üch auch haben“, dachte Ü und während alle zur Musikkapelle schauten, hüpfte er auf einen Tisch und schnappte sich ein Würstchen vom Teller. Mmmh, schmeckte das gut! Ü aß es mit Genuss.
„Wer hat meine Bratwurst gestohlen?“, rief ein kleines Mädchen entsetzt.
Ü flüchtete so schnell er konnte. Das war knapp!
Beinahe wäre er erwischt worden.
Obwohl es ihm hier gut gefiel und er so viel entdecken konnte,
bekam Ü langsam Heimweh. Er flog zurück zur Ruine.
Dort drehte er sich um und blickte noch einmal hinab auf das Maibaumfest.
Dann schritt er auf das Burgtor zu, auf dem er das Rehberger Wappen,
das auf dem Bucheinband war, entdecken konnte.
Er ging hindurch und 1,2,3 landete er wieder in der Bibliothek.
„Das war heute ein tolles Erlebnüs“, meinte Ü und schlief erschöpft auf dem Buch von Rehberg ein.
Ob er uns wohl wieder einmal besuchen kommen wird, um neue Abenteuer zu erleben?