Schule
Volksschule 7 Villach Landskron
Klasse
2.a Klasse
Klassenlehrerin
Barbara Schwarzl
Adresse
9523 Villach Landskron
Landskroner Siedlerstraße 10

Dachen, Hexen, Zauberei, Drachenmädchen komm herbei

Der Geschichtendrache Ü wollte noch mehr Geschichten von Ida hören, aber die kleine Bibliothekarin, die schon ganz heiser war, wollte nichts mehr vorlesen. Da hatte Ida eine Idee: „ Warum lernst du nicht selber lesen?“ Ü fragte: „Wü süll üch dünn lüsün lürnün?“ Ida meinte: „ Na, in einer Schule!» Der kleine Drache Ü flog ganz weit in den Himmel hinauf, um zu schauen, wo denn eine Schule sei. Von oben sah er ein großes Gebäude, auf dem vorne in großen Buchstaben „VS 7 Landskron“ stand. Da flog Ü so schnell er konnte im Sturzflug zu diesem Gebäude herunter. Er flog bei einem Fenster hinein und landete in der 2a. Er fragte die Kinder, wo er lesen lernen könnte. Maxi meinte: „ Du kannst ruhig bei uns lesen lernen. Da geht es schnell, weil wir es schon gut können!“ Ü ging nun jeden Tag in die Schule. Es machte ihm viel Spaß und er gewann viele Freunde. Er lernte schnell lesen und las nun alles, was ihm in die Quere kam. In der Bibliothek zeigten ihm die Kinder viele spannende Bücher. Das Schmökern in der Bibliothek wurde Üs Lieblingsbeschäftigung. Eines Tages traf er dabei ein Drachenmädchen, das hieß Ä. Das Mädchen gefiel Ü auf Anhieb. Ä suchte ein spannendes Buch und zog ein dickes Buch mit wunderschönem Einband heraus. Sie klappte es auf, und plötzlich fiel sie durch eine Falltür in die Höhle einer bösen Hexe. Die Hexe hatte feurige, rote Augen, Riesenwarzen und verfilztes Haar. Sie sperrte Ä in einen Käfig. Ü hatte alles voll Entsetzen mitangesehen und war ganz traurig, da er fürchtete, dass er das Mädchen nie wieder sehen würde. Das Buch war auf den Boden gefallen, zugeklappt und Ü fand in dem dicken Buch die Seite mit der Falltür nicht mehr. Ü beschloss, sich bei den Kindern Hilfe zu holen. Die Kinder waren ihm beim Durchlesen der Zauberbücher behilflich. Tanja, ein Mädchen aus der vierten Klasse, fand eine Stelle mit einem Zauberspruch, der die Zauberkraft der Hexe aufheben konnte. Um das Drachenmädchen zu befreien, brauchten sie aber eine Drachenkralle, um durch die Falltür zu kommen, einen Zahn von einem Hai, um den Käfig, in dem das Drachenmädchen gefangen war, aufzuschließen, und die Zauberkugel der Hexe, um wieder zurückzukommen. Die Drachenkralle stellte Ü gern zur Verfügung, Tanja brauchte nur eine kräftige Schere , um sie abzuschneiden. Mit dem Haizahn war das schon schwieriger. Zum Glück war gerade Andreas , dessen Vater in einem Museum arbeitete, in der Bibliothek. Er brachte den Haizahn mit. Nun konnte es losgehen. Ü, Tanja und Andreas fuhren mit der Drachenkralle über das Zauberbuch, es öffnete sich und sie konnten durch die Falltür in die Höhle der Hexe schauen und hindurchschlüpfen. Es war finster und unheimlich, nur ein kleine Kerze brannte in der Nähe des Käfigs, in dem das Drachenmädchen eingesperrt war. In einer Ecke der Höhle auf einer uralten Matratze lag die Hexe und machte gerade ein Nickerchen. Gleich daneben stand ein kleiner runder Tisch, auf dem die Zauberkugel lag. Ü schnappte sie und mit Andreas und Tanja eilte er zum Käfig. Gemeinsam sprachen sie den Zauberspruch: „ Drachenkralle, Krötenschleim, der Zauber soll gebrochen sein!“ Die Hexe stöhnte kurz auf, als alle Zauberkraft aus ihr entwich, und an ihrer Stelle saß plötzlich eine kleine süße Katze da. Ü, Ä, Tanja und Andreas kehrten mit Hilfe der Zauberkugel in die Schule zurück, in der sie schon alle Kinder sehnlichst erwarteten. Ü und Ä waren von nun an unzertrennlich und beschlossen, allen Leuten das Lesen schmackhaft zu machen.