Schule
Volksschule 7 Villach Landskron
Klasse
4.a Klasse
Klassenlehrerin
Ida Mastnak
Adresse
9523 Villach Landskron
Landskroner Siedlerstraße 10

Die verlorenen Geschichten

Die verlorenen Geschichten!
Es war schon einige Zeit her, als ich in der Nacht von einem seltsamen Geräusch erwachte.
Mein Herz pochte dabei wie verrückt! Zutiefst erschrocken, saß ich in meinem Bett auf, schaltete das Licht ein und schaute mich um. Ich konnte aber nichts Außergewöhnliches entdecken!
Kurz darauf schlich ich in die Küche, doch auch hier fand ich nichts. Plötzlich hörte ich wieder ein eigenartiges Klopfen. Es hörte sich an, als ob es vom Dachboden käme! Dort hatten meine Eltern und ich eine kleine Bibliothek. Langsam und behutsam schlich ich durch die dunklen Gänge, in der Hand mein Handy, das mir als Taschenlampe diente. Da, wieder ein Geräusch, es hörte sich seltsam an! Es klang, als ob jemand Bücher vom Regal geworfen hätte! Aber wer liest denn jetzt noch um Mitternacht? Erschrocken und an die Wand gepresst, bewegte ich mich im Seitwärtsgang vorwärts. Immer wieder hörte ich ein Rascheln und Klopfen. Plötzlich hüpfte etwas auf mich zu! Ich konnte meinen Augen kaum trauen, denn es war ein kleiner, bunter Drache!
„Aaaaaaaaaa“, schrie ich laut. Der Drache aber sagte zu mir mit seiner tiefen aber für seine Größe sehr sanften Stimme: „Hab keine Angst, meine Name ist Ü und ich bin der Geschichtendrache. Wie heißt denn du?“ „I i, i, i, ….ch bin Aaaaaalina, Alina. Könntest du bittte von mir herunter gehen??? Ich bekomme kaum mehr Luft!!!“, antwortete ich verzweifelt.
Ü hüpfte von mir herunter und versuchte mir zu erklären, dass ich ihm helfen müsse, die vielen Schulkinder auf der ganzen Welt zum Lesen zu bringen. Ich verstand nur nicht warum, denn Kinder lesen meistens gerne spannende Bücher, ich zumindest! Als ich es endlich verstand, war es fast schon zu spät. Ü stürzte aus dem offenen Fenster. Ich war froh, dass darunter noch ein Dach war, denn sonst wäre er auf dem harten Boden gelandet!!!
Wieder im Zimmer meinte Ü ganz traurig: „Die Kinder lesen leider keine Geschichten mehr und daher kann ich nicht mehr fliegen.“ Rasch las ich ihm ein paar Geschichten vor und schon konnte Ü wieder fliegen. Danach hatte Ü eine gute Idee! Rasch schrieb ich einen Brief an meine Eltern. Darin erzählte ich ihnen vom Drachen Ü, mit dem ich jetzt losreise, um den Kindern die Lust aufs Lesen schmackhaft zu machen.
Schnell setzte ich mich auf Üs Rücken und wir starteten..
Nach einiger Zeit kamen wir in Deutschland an. Neugierig schauten wir durch die großen Fensterscheiben in die Häuser und wussten gleich, was hier „IN“ ist: Spielen mit dem PC, Handy, der Playstation,…
Ü wurde bei diesem Anblick so wütend, dass er ganz laut schrie: „ Spielt nicht so viel mit elektronischen Spielsachen, lest lieber viele, viele Bücher, denn aus ihnen kann man viel Interessantes lernen!“
Die Kinder waren fassungslos und legten so schnell sie konnten, die Nintendos aus der Hand.
Der kleine Drache Ü kam wieder zu sich und sagte etwas überrascht: „So, das hätte ich auch erledigt“ Ich schmunzelte, und so machten wir uns auf den Weg und flogen von Haus zu Haus. Die Kinder hatten ihre elektronischen Spielzeuge weggeräumt und verschlangen stattdessen ein Buch nach dem anderen und erlebten spannende Abenteuer im Kopf. Ü konnte wieder immer besser, schneller und höher fliegen. So setzten wir unsere Reise fort!: China, Australien, Italien Amerika, Frankreich, der Südpol., …
Überall auf der Welt lasen, lasen und lasen die Kinder, entdeckten immer wieder neue Geschichten und mein kleiner Drache Ü konnte ganz schnell fliegen! Ich war begeistert!
Als wir von unserer Weltreise zurückkamen, mussten wir wieder voneinander Abschied nehmen. Ü umarmte mich und sagte: „Danke, liebe Alina, dass du mir so geholfen hast. Ich hoffe, dass die Kinder weiter so viel Freude am Lesen haben werden und nicht nur mit elektronischen Spielen ihre Freizeit verbringen werden! Außerdem verliere ich dann meine Kraft zum Fliegen!“ Mit diesen Worten brachte mich Ü wieder nach Hause und flog zu seiner Familie ins „Drachengeschichtenland“, wo er viele Geschichten für die Kinder schreiben konnte.
Alina schlief glücklich in ihrem warmen Bett ein. Am nächsten Morgen erzählte sie diese wunderbare Geschichte ihren Eltern und Freunden, die sie kaum glauben konnten. Aber in der Bibliothek am Dachboden konnte man die am Boden liegenden Bücher sehen!