Schule
VS I Gratkorn
Klasse
3a
Klassenlehrerin
Birgit Kleinhapl
Adresse
8101 Gratkorn
Dr. Karl-Rennerstr. 45

Üs größtes Abenteuer

Eines Tages ging der kleine Drache Ü im Wald spazieren. Wieder einmal hatte er nur eines im Kopf: er wollte eine Geschichte hören. Da er nicht lesen konnte, ging er in die Bibliothek zu seiner Freundin Ina. Ina konnte lesen, aber sie hatte heute keine Zeit, denn sie musste sich um einige Kunden kümmern, die Bücher entlehnen wollten. Trotz des Gedrängels an der Entlehntheke ging Ü zu Ina und bettelte: „Bütte Üna üch wüll eine Geschüchte!“ Doch Ina schüttelte den Kopf und sagte zu Ü: „Ach Ü, du siehst doch, dass ich beschäftigt bin. Frag doch die Tiere, sie haben sicher Zeit!“ Ü nickte traurig und machte sich auf den Weg in den Wald. Er fragte die Maus, doch sie hatte eine zu piepsige Stimme. Als nächstes ging er zum Krokodil, aber das böse Kroko wollte Ü nur aufessen. Ü dachte nach. Ahhh!!! Er würde zu der guten alten Geschichteneule namens Heurika gehen. Sie konnte gut Geschichten erzählen. Er machte sich auf den Weg. Er musste über Felsen klettern, er musste sogar dem Adler entkommen. Doch der Baum, auf dem Heurika immer saß, war nirgendwo zu sehen. „Üch armer Ü. Üch wollte doch üne Geschüchte.“ Ü saß mitten im Wald und weinte. Er wurde ganz blau. Ü wollte im Boden versinken. Doch was war das? Er hörte eine Stimme: „Ü, du armer Kerl, hu hu! Was machst du hier im Wald, huhu, huhu?“ Ü sah auf und entdeckte eine wunderschöne Schneeeule. Neugierig fragte er: „Du büst doch Heurüka? Oh Heurüka, kannst du mür bütte eine Geschüchte vorlesen?“ Heurika setzte sich neben Ü und erzählte ihm eine Geschichte. Sie handelte von einem Drachen, der sein Zuhause verlassen hatte um eine Geschichte zu hören. Ü verstand sofort – er hatte Ina einfach zurückgelassen. Heurika sagte zu Ü: „Ach Kleiner, du musst zurück nach Hause!“ Ü nickte und machte sich auf den Weg. Er flog über das Nest des Adlers und über die Flüsse, er flog über die Steine hinweg, wo etwas Rotes zu sehen war. Er sank hinunter und erkannte Ina, die zusammengekauert auf einem Felsen saß. Ü landete und bemerkte, dass sie weinte. Langsam ging er auf sie zu. Das Weinen hörte auf und Ina begann vor Freude zu schreien. Sie umarmte Ü und meinte: „Ich habe dich vermisst. Zu Hause gibt es Tee, Schokolade und eine Geschichte.“ Ü strahlte und das lag nicht nur an der Geschichte.