Schule
VS Egg / Hermagor
Klasse
3./4. Schulstufe
Klassenlehrer
Michael Kassl
Adresse
9624 Egg / Hermagor
Egg 28
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Das Geheimnis der kleinen Ida

Nach dem Abenteuer mit dem Grausegnom, brauchte Ü nun ein wenig Entspannung. Da erblickte er unsere bunte Schule. Sofort entschloss er sich, einige Zeit in unserer Leseecke zu leben, wo es viele Bücher, kuschelige Pölster und einen bunten Teppich gibt. Am Vormittag bat er die Kinder stets, ob sie ihm etwas vorlesen könnten.
Eines Tages hörte Ü einen Hilferuf. Die Stimme kam ihm sehr bekannt vor. Sogleich flog er in den nahegelegenen Wald. Dort erblickte er ein Mädchen, das den Abhang hinunter zu rutschen drohte. Er reagierte blitzschnell und eilte ihr zu Hilfe.
Ü stürzte zu dem Mädchen und rief ihr zu: „Halte düch an meinem Schwanz fest, üch zieh düch hinauf!“ Kaum hatte das Mädchen den Schwanz in der Hand, nahm Ü Geschwindigkeit auf und flog auf schnellstem Weg zur Schule zurück. Bei der Schule angekommen, brachte Ü das Mädchen sicher auf den Boden. Während das kleine Mädchen sich den restlichen Dreck abklopfte, musterte der Geschichtendrache das Mädchen. Nach kurzer Zeit entdeckte Ü, dass er das Mädchen sehr gut kannte – es war nämlich Ida, das nette Mädchen aus der Bibliothek. Die beiden fielen sich erleichtert in die Arme und Ü erzählte, was er alles erlebt hatte und dass er nun in der Schule Urlaub macht. Der Drache fragte Ida: „Was machst du hür den überhaupt?“ Ida schüttelte den Kopf und antwortete: „Du Dummerchen! Ich gehe hier in die Schule um zu lernen! Ach übrigens - danke, dass du mich gerettet hast!“ „Gerngeschühen!“, sagte Ü aus ganzem Herzen. Dann ging Ida in ihre Klasse und Ü in die Leseecke.
Nach einigen Minuten kam Ü etwas seltsam vor. „Warüm ist Üda denn ein Künd? Sie ist ja die Bibliothekarün?“, fragte er sich. Darum begann er nach der Ursache zu forschen und spionierte Ida aus. In der großen Pause huschte das Mädchen in die Leseecke und war plötzlich verschwunden! Ü setzte sich verwundert auf seinen Lieblingssessel. Plötzlich kippte dieser um und dahinter kam eine seltsame Tür zum Vorschein. Der kleine Drache nahm seinen ganzen Mut zusammen und ging durch die Tür. Er gelangte in einen Raum voller Bücher. Auf einmal sah Ü einen gruseligen Schatten und schrie: „Hülfe, hülfe! Ein Gespünst!“ Er versteckte sich ängstlich hinter einem Bücherregal. Kurz darauf sah Ü, dass es nur Ida war. Sie sagte: „Was machst du denn hier, Ü?“ Der kleine Drache brachte zunächst kein Wort heraus. Nach einer Schrecksekunde fragte er verwundert: „Warüm büst dü ün Künd?“ Ida antwortete darauf: „Ich habe aus einem rot-schwarz gestreiften Buch gelesen und wurde auf einmal klein. Es war wohl ein Zauberbuch und jetzt muss ich es wieder finden. Hilfst du mir bei der Suche nach dem Buch?“ Ü antwortete: „Ja, natürlüch!“
Ü und Ida fanden in einem Regal ein ähnliches Buch – aber es steckte fest! Die beiden zogen mit aller Kraft am Buch. Plötzlich bewegte sich das Regal und ein Geheimgang kam zum Vorschein! Im Gang fand Ida endlich das Zauberbuch und war glücklich. Beide nahmen das Buch in die Hand und schlugen es auf. Plötzlich kam der Grausegnom aus dem Geheimgang! Er schlich sich von hinten an, schnappte sich das Buch und verschlang es. Ü und Ida erschraken! Der kleine Drache schrie: „Hülfe, hülfe!“ Der Grausegnom lief davon und Ü ihm hinterher. Da stelle Ida dem Grausegnom ein Bein. Er fiel zu Boden und spuckte das Buch wieder aus. Dann verschwand er wieder durch den Geheimgang.
Endlich konnte Ü die kleine Ida wieder in eine erwachsene Frau zurückzaubern. Dann verabschiedete er sich von ihr und den Schulkindern. Die Zeit der Entspannung war vorbei, denn nun hatte der Geschichtendrachen wieder Lust auf neue Abenteuer.