Schule
VS Laaer Berg
Klasse
4A
Klassenlehrerin
Claudia Kozak BEd
Adresse
1100 Wien
Laaer Berg Str. 170

Ü`s unglaubliche Bücherabenteuer

Ü`s unglaubliche Bücherabenteuer
Ü liebte Bücher über alles. Deshalb verbrachte er einen Großteil seiner Zeit in der Bibliothek. An einem regnerischen Tag war Ü wieder einmal in der Bibliothek. Als er bei einem Regal ein Buch suchte, öffnete sich plötzlich eine Geheimkammer. Da entdeckte er haufenweise Reiseführer über Frankreich. Ü nahm ein Buch und bewunderte die Sehenswürdigkeiten. Jetzt hatte er eine fantastische Idee! Er musste nach Frankreich und sich die aufregenden Bauwerke in Wirklichkeit ansehen. Sofort packte er seine Sachen und flog nach Paris. Zwei Stunden später landete bereits das Flugzeug. Ü winkte dem Taxi zu und begrüßte den Taxifahrer auf Französisch „Bon jour“. Während der Taxifahrt erblickte der Drache viele Sehenswürdigkeiten aus dem Buch. Natürlich war für Ü die Bibliothek am wichtigsten und so hielt das Taxi bei der Nationalbibliothek von Paris an. Zuerst erkundigte sich Ü bei der Bibliothekarin, wo er die Märchenbücher findet. Dann flog er aufgeregt zu den Büchern. Nach kurzem Durchsuchen nahm er ein besonders dickes, schön verziertes Märchenbuch aus dem Regal. Vor Aufregung murmelte er vor sich hin: „Ich liebe lüsün.“
Plötzlich befand sich Ü inmitten eines Waldes. Er konnte seinen Augen nicht trauen, denn vor ihm war ein richtiges Märchenschloss. Vorsichtig ging der Geschichtendrache in den Wald hinein. Als er Pause machte, entdeckte er drei Häuser. Nun fiel ihm ein, dass dieses Märchen von den drei kleinen Schweinchen handelte. Der Drache sagte leise: „Hallo“. Da kamen auf einmal die Schweinchen ums Eck. Doch diese waren nicht lieb und süß, sondern sie hatten blutrote Augen, alle waren böse und jagten dem armen Ü hinterher. Als Ü um sein Leben rannte, kam er immer tiefer in den Wald. Auf einmal stand er vor Schneewittchen und es hielt ihm einen großen, roten Apfel hin. Dann kamen auch schon die sieben Zwerge, die aber nun eher Riesen waren, auf den Drachen zu. Nun wusste Ü, dass hier wieder etwas nicht stimmte. So lief er weiter. Dabei kam er auch bei dem Lebkuchenhaus der bösen Hexe vorbei, aber in diesem Fall verbrannten Hänsel und Gretel im Ofen und die Hexe winkte Ü freundlich. Das war einfach zu viel für den Geschichtendrachen. Ü konnte nicht mehr. „Ich möchte doch einfach nur wieder in Ruhe „lüsün“, bitte“, jammerte Ü. Irgendetwas passierte jetzt. Im ersten Moment kannte sich der kleine Drache gar nicht aus. Doch nach einem kurzen Rundumblick erkannte er, dass er wieder in der Bibliothek war. Nun atmete Ü tief durch.
Nach kurzer Zeit war er bei den Geschichtsbüchern angelangt und schmökerte darin. Ü sah viele interessante Bilder und musste einfach alles genau „lüsün“. Als Ü kurz darauf wirklich im 2.Weltkrieg war, erschrak er, weil es laut und dreckig war. Plötzlich sah er Soldaten, Panzer und Kanonen. Überall lagen Trümmerteile und viele Häuser waren zerstört. Ü schaute sich um und bemerkte eine Person hinter sich. Bevor Ü wegfliegen konnte, schnappte ihn der Mann. Ohne Grund schleppte er Ü ins Gefängnis. Nachdem der kleine Drache nach Hause wollte und Angst hatte, verlor er seine Farbe und sein Körper färbte sich grau. Ü fing auch zu weinen an. Nach einer Weile fragte ihn ein Wächter, ob er etwas zu essen haben möchte. Er lehnte ab und erzählte ihm, dass er gar nichts Böses getan hatte. Dadurch hatte der Wächter Mitleid und sah seine Tränen die Wange runterrollen. Er ließ ihn frei, aber den Ausgang zeigte er ihm nicht. Jetzt dachte der Drache ganz stark an Ida und sein zuhause, denn er vermisste das alles sehr. Von diesem Gedanken angetrieben, flog Ü aufgeregt alle Gänge ab. Dann sah er endlich Licht. Er flog so schnell er konnte dem Licht entgegen, denn dort sah er weit weg einen Ausgang.
Plötzlich prallte er gegen eine Mauer und es wurde finster um ihn herum. Als er zu sich kam, war alles wieder real, er hatte seinen bunten Körper und war zum Glück wieder in der Bibliothek. Erschöpft meinte Ü: „Jetzt habe ich genug von Büchern. Ich werde eine Zeit lang nichts lesen.“ Schnell schloss er das Buch und legte es wieder zurück. Erleichtert flog der Drache aus der Bibliothek. Nach den vielen Abenteuern war Ü hungrig. Deshalb flog der Geschichtendrache in ein Restaurant und kaufte sich ein Croissant und ein Baguette. Damit der Drache endlich auch die Stadt genießen konnte, flog er zum Eiffelturm. Von der Spitze aus konnte er ganz Paris sehen. Nun war er glücklich und konnte sein Essen genießen. Die nächsten Tage verbrachte er als „Touristen- Drache“ in Paris.